Beiträge mit Tag ‘Pflege’

Senioren legen großen Wert auf ein würdiges und selbstbestimmtes Altern. Foto: djd / Münchener Verein / B.Lark

Schon heute ans Alter denken

Geschrieben von Redaktion am in Allgemein

(mpt-49). Heutzutage sind Senioren keineswegs mehr die Alten, die ein Dasein am Rande der Gesellschaft fristen. Viele Ruheständler fühlen sich stattdessen noch sehr lange jung, sind körperlich fit und genießen ihr Leben. Und so reisen die jung gebliebenen Silver Ager zum Beispiel, was das Zeug hält. Zum alten Eisen kann man die aktiven Alten ganz bestimmt nicht zählen. Die Senioren gelten nicht umsonst als wichtiger Wachstumsfaktor für die Tourismusbranche: Die ab 60-Jährigen stellen die einzige Altersgruppe dar, der laut TNS Infratest aufgrund des demografischen Wandels bis zum Jahr 2020 eine erhöhte Reiseaktivität vorausgesagt wurde.

Polnische Pflegekräfte aus Deutschlands Pflege nicht mehr wegzudenken

Geschrieben von Redaktion am in Allgemein

Der Pflegekräftemangel ist in Deutschland sogar im Bundestag zur Chefsache geworden. Bei uns gibt es immer mehr alte Menschen, die pflegerisch versorgt werden müssen und in eine Versorgungslücke fallen. Durch die immer besser werdende medizinische Betreuung steigt die Lebenserwartung stetig bis in hohe Alter. Die Aussicht auf eine gute pflegerische Versorgung mit zuverlässigem Personal ist allerdings in der heutigen Zeit schwierig geworden. Der Beruf der Altenpflege ist für junge Menschen nicht mehr attraktiv genug. Mangelhafte Arbeitsbedingungen, schlechte Bezahlung und nicht zuletzt die Aussicht, nicht bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten zu können, rückt den Beruf der Altenpflege in ein denkbar schlechtes Licht. Dabei kann gerade dieser Beruf für alle Beteiligten, Pfleger sowie Pflegebedürftige, durchaus eine Bereicherung sein.

Wohin mit den Senioren?

Geschrieben von Redaktion am in Allgemein

Immer mehr Menschen werden in Zukunft auf fremde Hilfe angewiesen sein. Veränderte Familienstrukturen führen dazu, dass einerseits die Anzahl der Einpersonenhaushalte steigt und andererseits Angehörige immer seltener die Versorgung und Pflege der eigenen Eltern übernehmen können. Betrachtet man die klassische Zielgruppe der Angehörigen zwischen 40 und 60 Jahren, müsste sich rein rechnerisch etwa jeder dritte Bundesbürger fragen, wie ein Angehöriger im Alter versorgt wird. „In Anbetracht einer alternden Gesellschaft wird insbesondere die Nachfrage nach bedürfnisorientierten und bezahlbaren Lösungen stark steigen, die zum Erhalt der Lebensqualität im Alter beitragen“, so Przemyslaw Magnuszewski, Geschäftsführer der Promedica24, europäischer Marktführer für Betreuungsdienstleistungen in Privathaushalten sowie in der Vermittlung von medizinischem Pflegepersonal aus Mittel- und Osteuropa. „Dabei müssen Privathaushalte für die Versorgung im Alter tendenziell immer tiefer in die eigene Tasche greifen, auch weil immer weniger Beitragszahler auf mehr Leistungsempfänger kommen.“ Ungeachtet der Finanzierbarkeit reichen bestehende Modelle wie die Unterbringung im Altenheim heute schon nicht mehr aus. Bis 2020 gehen Experten von einem zusätzlichen Bedarf von 3.000 Pflegeimmobilien aus. Dabei wünschen sich die meisten Menschen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben im Alter – und das in den eigenen vier Wänden. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) würde sich etwa jeder Zweite selbst bei Hilfs- oder Pflegebedürftigkeit für das vertraute Umfeld entscheiden, unterstützt von externen Pflegekräften.

Zu Hause liegt die Zukunft

Eine Lücke bei der kostengünstigen Betreuung und Versorgung zu Hause füllen heute Betreuungs- und Haushaltshilfen aus Osteuropa. Mit ihrer Hilfe kann eine stationäre Unterbringung oftmals vermieden oder zumindest hinausgezögert werden. Rund 5.000 Kräfte mit den unterschiedlichsten Qualifikationen umfasst die Personalmanagement-Datenbank von Promedica24. Sie können innerhalb von mindestens sieben Arbeitstagen nach Vertragsunterzeichnung – in dringenden Fällen auch früher – ihre Arbeit in Deutschland antreten. Vermittelt werden sie in Deutschland von regionalen Vertriebspartnern. „Angehörige suchen vor allem eine Entlastung im Alltag und die Sicherheit, dass im Notfall auch Nachts jemand da ist, der Hilfe holen kann“, so Magnuszewski von Promedica24. „Neben der Hilfe im Haushalt und bei der Körperpflege spielt auch der Schutz vor Einsamkeit eine große Rolle. Die menschliche Betreuung fördert die geistige Ansprache, sie ermöglicht Aktivitäten im Alltag und damit auch die aktive Teilnahme am Leben – trotz altersbedingter Einschränkungen.“

Qualität bestimmt die Wahl des Anbieters

Laut einer repräsentativen Studie von immowelt.de wären 43 % der Deutschen bereit, für die Pflege ihrer Angehörigen eine ausländische Pflegekraft ins Haus zu holen. „Dass es Promedica24 gelingt, einen perfekten und bezahlbaren Service zu bieten, zeigt unsere Kundenzufriedenheit von 93 Prozent“, erklärt Magnuszewski. „Insbesondere im Hinblick auf die steigende Anzahl an Single-Haushalten unter der älteren Bevölkerung, bietet unser Service noch viel Potenzial. Mit der weiteren Entwicklung unserer Vertriebsstrukturen und Personalvermittlung könnte bis Ende 2015 die Zahl der durch Promedica24 betreuten Menschen in Deutschland bei rund 5.000 liegen.“

[Quelle: Promedica24]

Betriebs-Altenheime statt Betriebskindergärten

Geschrieben von Redaktion am in Allgemein

Der demographische Wandel kommt unaufhaltsam. Unternehmen begreifen, dass sie ihre Mitarbeiter nicht nur halten, sondern auch unterstützen müssen. Viele Firmen setzen deswegen vor allem auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – und meinen damit Angebote für die Kinderbetreuung oder flexible Arbeitszeitmodelle. „Das springt aber zu kurz“, meint Deutschlands einziger Trendbeobachter Mathias Haas. Viel wichtiger als die Kinder werden die Eltern der Mitarbeiter werden. Unternehmen müssten sich hier etwas einfallen lassen.

„Eltern hat jeder, Kinder haben aber immer weniger“, fasst Haas seinen Ansatz zusammen. „Die Menschen werden immer älter. Zugleich verlängert sich Lebensarbeitszeit und die Rente gibt es auch erst später. Das Know-how älterer Arbeitnehmer wird in Zukunft mehr denn je gefragt sein“, beschreibt Hass die aktuellen Megatrends, die Unternehmen zum Umdenken bewegen sollten. „Arbeitnehmer zwischen 40 und 65 Jahren haben Eltern zwischen 65 und 95 Jahren“, rechnet er vor. Und um die müssen sie sich kümmern. Die Herausforderungen der sogenannten Sandwich-Generation seien immens – auch ohne eigene Kinder. Kämen die hinzu, steige der Druck zwischen den beruflichen und privaten Anforderungen ins Unermessliche.

„Bei den Eltern der Beschäftigten besteht vielmehr Nachholbedarf in den Unternehmen“, meint Haas. Wer von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf spreche, müsse sich dieses Themas annehmen. Was mehr denn je auf Arbeitnehmerseite gefragt werde, sei fachkundige und flexible Unterstützung bei der Pflege der Eltern, zentrale Service-, Beratungs- und Coachingstellen seitens des Arbeitgebers oder gar betriebliche Altenpfleger. Und er geht noch weiter: „Bezogen auf das Gesetz der Zahl brauchen wir viel mehr das Betriebs-Altenheim als den Betriebskindergarten.“ Das sei auch leicht erklärbar: Eltern habe jeder zwei, die Zahl der Geburten pro Frau läge aber laut statistischer Angabe der Internet-Enzyklopädie Wikipedia nur bei rund 1,3. Selbst betriebliche Unterstützung bei der Beerdigung sei denkbar und könnte in einigen Jahren zum Megatrend in der Arbeitswelt werden.

Das, so der Trendbeobachter, Redner und Moderator Haas, sei auch kein „soziales Getue arbeitnehmerfreundlicher Unternehmer“, sondern vielmehr ein Beitrag, die Potentiale der Mitarbeiter voll zu nutzen. „Die Pflege der eigenen Eltern ist emotional und strukturell sehr belastend. Alle menschlichen, sozialen, behördlichen und medizinischen Aspekte brauchen Zeit und nehmen mentale und zeitliche Ressourcen in Anspruch.“ Wer als Arbeitgeber hier nicht zu kurz kommen und seine Mitarbeiter entlasten wolle, müsse genau hier ansetzen.

Haas ist sich sicher, dass schon bald „Altersmanager“, besondere Gesundheitsbeauftragte für Senioren und die Eltern der Mitarbeiter sowie eine neue Form des betrieblichen Gesundheitsmanagements in den Unternehmen Einzug halten werden. Jetzt sei die Zeit, innovativ zu sein. Moderne Arbeitgeber handelten schon heute – und setzten eigene Trends und Akzente bevor es andere täten.

Weitere Informationen zum Thema Megatrends und über Deutschlands einzigen Trendbeobachter Mathias Haas sowie über seine verschiedenen Themen, Projekte und Vortragstermine gibt es auch unter www.trendbeobachter.de.

[Quelle: HAAS.KOMMUNIZIERT.GMBH]

Perfekte Pflege in Thailand?

Geschrieben von Redaktion am in Allgemein

Wer zum ersten Mal nach Thailand reist, betritt eine andere Welt. Exotische Klänge, tropisch bunte Blüten, strahlend weiße Marmorbuddhas in den Vorgärten und Menschen in fremdartiger Kleidung.

Immer mehr Senioren möchten dieses Urlaubsgefühl dauerhaft erleben und entscheiden sich für einen Langzeiturlaub oder sogar eine Auswanderung nach Thailand. Manche von Ihnen treffen diese schwerwiegende Entscheidung jedoch nicht selbst, sondern werden von Angehörigen nach Thailand gebracht.

Betreuung der Zukunft?

Auch Martin Woodtli gehörte zu ihnen. Er wollte seiner geliebten Mutter die, seiner Meinung nach, „mindere Pflege in trister Atmosphäre“ ersparen und gründete ein eigenes Alzheimerzentrum in Faham, nahe Chiang Mai. Die Idylle dort erinnert ein wenig an einen ruhigen deutschen Vorort. Kinder spielen auf der Straße Verstecken. Nachts schließt hier niemand seine Türen ab. Und doch ist alles anders als in Deutschland. Woodtli, dessen Heim den Namen Baan Kamlangchay („Betreuung des Herzens) trägt schwärmt von der Mentalität der Einheimischen. Hier würden alte Menschen noch geschätzt und liebevoll versorgt. Diese Ehrfurcht beziehe sich auch auf fremde Menschen. Wenn ein Angehöriger oder Betreuer in einem Restaurant die Toilette aufsuche, sei es üblich, dass der Kellner solange den Demenzkranken beaufsichtige.

Pflege rund um die Uhr

In Woodtlis Einrichtung leben zehn Patienten, die man hier respektvoll als ‚Gäste‘ bezeichnet. Sie werden von dreißig Pflegern betreut, die sich in drei Schichten rund um die Uhr um ihre Schützlinge kümmern. Eine thailändische Pflegerin, die auf einer Matte neben dem Bett eines Kranken schläft- auch das ist hier normal. Dafür erhält sie rund 200 Euro im Monat.

Doch nicht nur die Herzlichkeit der Einheimischen ist für Woodtli ein starkes Argument hier Pflege anzubieten. Auch das warme Klima und die vergleichsweise geringen Pflegekosten begeisterten ihn von Anfang an. Die Angehörigen erhalten zwar keinerlei staatliche Subventionen, zahlen aber dennoch nur etwa 2000 Euro im Monat für die rund um Versorgung (etwa halb so viel wie in Deutschland). Sprachliche Barrieren und fehlende Professionalität werden durch Menschlichkeit ausgeglichen. Kleine Massagen, Umarmungen und andere persönliche Zuwendungen sind hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Viele der Pflegerinnen werden auch zum Familienersatz für die Senioren, deren Angehörige weit weg in Deutschland leben.

Vorurteile und andere Herausforderungen

Wer seine Eltern oder Großeltern nach Thailand bringt, muss auch damit leben, dass Besuche aufgrund der hohen Reisekosten nur sporadisch möglich sind. Oft bringt gerade diese Tatsache mehr Schwierigkeiten als geahnt. Liselotte Mahler ist bereits über 80 und reist jedes Jahr für mehrere Monate nach Thailand, um dort ihren Mann zu besuchen. Das Pendeln zwischen den Kontinenten macht ihr gesundheitlich schwer zu schaffen und dennoch fragt sie sich häufig, ob sie genug für ihren Mann tut. Zuhause in Deutschland bekommt sie immer wieder den Vorwurf zu hören ihren Mann abgeschoben zu haben. Auch Martin Woodtli kennt dieses Problem aus eigener Erfahrung. Fast trotzig wirft er die Frage auf, warum es moralisch in Ordnung sei, billige Pflegekräfte aus Osteuropa zu importieren und gleichzeitig Menschen zu verurteilen, die Pflege vor Ort in Thailand in Anspruch nehmen.

Um das Konfliktpotenzial zu verringern, lohnt es sich auf jeden Fall, sich schon frühzeitig mit Land und Leuten vertraut zu machen. Bei der Entscheidungsfindung kann zum Beispiel auch eine Überwinterung in Thailand helfen, um festzustellen, ob Heimweh oder gesundheitliche Einschränkungen auftreten.