Produkttest: LED LENSER M1 – kleine, leichte und super helle Taschenlampe

Date August 30, 2009 | Autor: Redaktion Senioren-Blog |

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Größe der LED Lenser M1 Als Outdoor und Camping-Fan weiß ich um die Vorteile einer kleinen, hellen und vor allem sparsamen Taschenlampe. Daher möchte ich heute einmal die LED LENSER M1 des Solinger Unternehmens  Zweibrüder Optoelectronics vorstellen, mit der die “Quadratur des Kreises gelungen ist – mehr Licht bei weniger Gewicht und Größe” (O-Ton).

[Trigami-Review]

Lieferumfang

Lieferumfang der LED Lenser M1Die M1 kommt in einer hochwertigen Verpackung daher. Öffnet man diese, erhält man sofort einen Blick auf die edle schwarze Taschenlampe und der Lithium Batterie. Es liegt eine mehrsprachige Beschreibung bei sowie die sogenannte Smart Card in Kreditkartengröße. Nimmt man alles aus der Verpackung findet man noch eine Handschlaufe, ein Nylon-Gürtelholster und einen kleinen Karabinerhaken als Zubehör. Alles in allem macht das Set einen sehr guten Eindruck und lässt auf den ersten Blick keine Wünsche offen.

Inbetriebnahme

Zum Einlegen der Batterie schraubt man das hintere Ende der Taschenlampe ab und legt die Batterie ein. Dabei sieht man die vergoldeten Kontakte.  Am hinteren Ende befindet sich ein kleiner Knopf, um die M1 zu bedienen. Schaut man im ausgeschalteten (!) Zustand vorne in die Lampe sieht man den Microcontroller (Achtung: der Laser-Hinweisaufkleber ist nicht ohne Grund vorhanden!). Ein Mikroprozessor in einer Taschenlampe? Ja, ich habe mich auch zuerst gewundert. Aber dieser ermöglicht die Aktivierung der drei unterschiedlichen Lichtprogramme mit nur einer Hand über einen Taster. Genial einfach.

Bedienung

Die M1 ist mit 95 x 23 mm und einem Gewicht von nur 75 Gramm (ich hab’s nachgewogen!) inkl. Batterie einerseits sehr kompakt, liegt aber dennoch sehr gut in der Hand liegt. Mit dem Taster am Ende schaltet man die LED-Taschenlampe ein. Nimmt man die M1 quasi in die Faust kann man den Taster wunderbar mit dem Daumen bedienen und von sich weg leuchten. Es gibt drei Helligkeitsstufen. Stufe 1 ist sehr hell, Stufe 2 um ein Drittel heruntergedimmt und Stufe 2 bietet einen Stroboskopblitz in der hellsten Stufe.

Tippt man den Taster leicht an aktiviert man die Lampe. Drückt man dann durch, rastet der Taster ein. Das Prinzip funktioniert für alle drei Stufen. Zweimal leicht antippen aktiviert den Mikroprozessor für die gedimmte Leuchtkraft, Taster durchdrücken und die gewünschte Helligkeit bleibt erhalten. Es gibt jedoch eine Besonderheit. Um Energie zu sparen, regelt die M1 nach ca. 3-5 Minuten temperaturabhängig von der stärksten auf die schwächere Stufe herab. Begründet wird das mit einer mittleren Einschaltdauer einer Taschenlampe von 3 Minuten.

Neben den drei Leuchtstufen hat mich auch die einfache Regelung des Leuchtkegels überzeugt. Die Taschenlampe ist mit einem sogenannten Speed Focus ausgestattet. Dieser ermöglicht es ebenfalls mit nur einer Hand den Leuchtkegel von Streulicht auf einen kompakten Leuchtpunkt zu fokussieren. Dazu muss einfach Zylinder am vorderen Ende der Lampe vor oder zurück geschoben werden. Geht wirklich ganz einfach auch nur mit einer Hand.

Die Smart Card der LED Lenser M1Die Bedienung über die Tastenfolge und die Fokussierung über den Schiebemechanismus ist am Anfang etwas ungewohnt. Aber bereits nach kurzer Zeit klappt das sehr gut. Im “Hausfrauentest” hat das auch mein Nachbar geschafft – und der hat zwei linke Hände. Wie gesagt, nach kurzer Zeit ist das Prinzip der M1 verstanden. Die als Zubehör vorhandene Smart Card für die Schaltfolgen braucht man dann eigentlich nicht mehr. Aber dennoch ist es eine klasse Idee, diese kleine Karte beizulegen. Man kann sie einfach im Geldbeutel mitnehmen.

Die Stroboskop-Funktion dient der Selbstverteidigung. Man kann damit einen Angreifer anleuchten. Das kann bei der Helligkeit schon in den Augen weh tun, deshalb sollte man das wirklich nur im Notfall anwenden. Andererseits kann ich mir auch gut vorstellen, dass man diese Funktion beim Wandern gut einsetzen kann, wenn man sich verirrt hat oder verletzt irgendwo gefunden werden muss. Gerade für ältere Menschen ist die M1 ein kompaktes Hilfsmittel, das man immer mit sich führen kann. Zur Not kann man sie auch nach einem Angreifer werfen. Ich möchte das robuste Metallgehäuse nicht an den Kopf bekommen.

Leuchtkraft

Ehrlich gesagt konnte ich mit der Angabe von 155 Lumen für die hellste Stufe (60 Lumen im gedimmten Zustand) nicht wirklich etwas anfangen. Ich hatte einfach keine Vergleichswerte. Aber ich besitze bereits andere Taschenlampen. Also habe ich einfach den direkten Vergleich gewählt. Daher kann ich sagen: 155 Lumen sind sehr hell! Ich habe eine große D-Cell Maglite ( kennt man aus amerikanischen Polizeifilmen) die ich immer als hell empfunden habe. Die wiegt allerdings auch einiges und muss mit den großen “Babyzellen” gefüttert  werden. Dann habe ich eine kleine LED-Lampe mit Kopfholster für’s Camping – Kampfname “Ultra-Bright”.

Also eigentlich kann ich es kurz machen: Die M1 ist sogar im gedimmten Zustand wesentlich heller als die “Ultra-Bright”. Und bei maximaler Leuchtkraft (Stufe 1) auch um einiges heller als die D-Cell Maglite.

Wenn man dann dagegen setzt, dass die LED LENSER M1 so klein und handlich ist, ist die Ausbeute schon enorm. Zudem ist der LED Leuchtkörper langlebiger  und energiesparender als eine normale Glühlampe wie in der Maglite.

A propos Leuchtkraft. Ich habe mir mal den Spaß erlaubt an einem Abend am Lagerfeuer mal ein bisschen herumzuspielen. Mit der M1 konnte ich eine gut 25 Meter hohe Eiche zwei Grundstücke weiter (ca. 80 m) voll ausleuchten. Den gleichen Effekt hatten wir letztes Weihnachten, als unser Nachbar die eingeschneite Eiche mit einem 150 Watt Baustrahler angeleuchte hat!

Fazit

Alles in allem macht die LED LENSER M1 für eine derart kompakte LED Taschenlampe einen sehr professionellen Eindruck. Edles und hochwertig verarbeitets Material, ein umfangreiches Zubehör und die extrem hohe Lichtausbeute lassen  bei mir keinen Zweifel, dass diese Taschenlampe viele Liebhaber finden wird – auch unter Best Agern. Die Bedienung ist sehr einfach und intuitiv. Mit einer sehr hohen Leuchtweite (ca. 150 m laut Hersteller), die man mit dem Schiebemechanismus fokussieren kann und der regulierbaren Helligkeit, bietet die M1 alles was man braucht. Gerade die gedimmt Helligkeit ist klasse zum Lesen im Zelt (Karten, Bücher etc.). Die kompakte Größe ist perfekt für unterwegs auf Reisen oder für die Hosentasche zu Hause oder im Garten.

Im Internet gibt es sogar eine Community für LED LENSER Nutzer.

Der empfohlene Preis (UVP) von 69,- € ist sicher nicht gerade ein Schnäppchen. Aber hier muss man wirklich sagen, dass Qualität made in Germany nun mal ihren Preis hat.

Nach all den positiven Worten muss ich aber doch noch eine kleine Kritik los werden. Ich habe weder in der Anleitung noch auf der Smart Card technische Angaben M1 gefunden. Aber wie gesagt: wer weiß schon was mit 155 Lumen anzufangen. Das ist einfach sehr, sehr hell! Der Vollständigkeit halber seien diese hier aber von der Produkt-Webseite ergänzt:

LED: 1 x Cree
Länge: 97 mm
Gewicht: 78 g
Lichtstrom: 155 lm
Batterien: 1 x CR123
Energietank: 3,9 Wh
Leuchtdauer: 8 h
Switch: Micro Controller

Mehr zum Thema LED oder wie man mit LEDs selbst LED-Lampen bauen kann, findet man in diesem Heimwerker Blog.

1 Kommentar zu “Produkttest: LED LENSER M1 – kleine, leichte und super helle Taschenlampe”

  1. Matthias Blass » Blog Archive » Produkttest: LED LENSER M1 – kleine, leichte und super helle Taschenlampe schrieb:

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