Ursprünglich bildet unsere Haut eine schützende Barriere, welche durch ihre Fähigkeit, Lipide (Fettstoffe) und Feuchtigkeit zu speichern, elastisch bleibt. Mit dem Älterwerden verändert sie sich fühlbar und sichtbar. Nicht nur zunehmende Fältchen und Altersflecken bestimmen das Hautbild. Trockene, oft schuppige Haut (siehe auch unter Neurodermitis) juckt oder schmerzt, ist dünner und wird damit anfälliger für Verletzungen.

Der Alterungsprozess beginnt

Ältere Frau mit faltigem Gesicht © Rainer Sturm_pixelio.de

Ältere Frau mit faltigem Gesicht © Rainer Sturm_pixelio.de

Hormonelle Veränderungen im Zusammenspiel mit einem natürlichen Alterungsprozess verändern auch den Hauttyp. In der Pubertät noch fettig, später normalisiert, weist die „Altershaut“ eine verminderte Talgproduktion auf. Zell- und Faserelemente schwinden zunehmend. Die Hauttrockenheit wird durch weitere Faktoren noch begünstigt:

  • von außen wirkende Einflüsse, wie beispielsweise Wind und Wetter, viel Sonneneinstrahlung oder ungünstig wirkende Körperpflegemittel und Kosmetik
  • Austrocknung sowie ein gestörtes Durstgefühl
  • Mangelernährung sowie fehlender Appetit
  • Krankheiten wie z.B. Diabetes mellitus, was trockene, juckende und entzündliche Haut begünstigt, sowie Herzkreislauferkrankungen, vermehrtes Schwitzen und verminderte Durchblutung der Haut
  • bestimmte Medikamente, wie beispielsweise Wasser ausschwemmende Präparate oder Kortison

Am Hautbild hinterlassen zudem Sorgen, Ängste und körperliche Strapazen ihre Spuren.

Unterstützung durch Pflege ist notwendig

Hauttrockenheit im Alter ist nicht zu verhindern. Jedoch sollte die Haut vor schädlichen Einflüssen geschützt und durch reichhaltige Körperlotionen „genährt“ werden. Ein vorteilhaft wirkender Inhaltsstoff, um Juckreiz und Spannungsgefühl vorzubeugen, ist z.B. Urea. Zur Körperpflege reichen Wasser und milde Reinigungsprodukte vollkommen aus. Gesichtscremes speziell für die „Haut im Alter“ sind bereits bei vielen Herstellern im Sortiment. Ausreichend Flüssigkeit zu trinken und gesunde, vitaminreiche Nahrungsmittel zu essen sind zur Unterstützung der Haut genauso wichtig wie körperliche Aktivitäten, frische Luft sowie Entspannung und Ausgleich für Körper und Seele.

Die Haut: ein wertvolles Organ

Mit 65 % Wasser ist die menschliche Haut nicht nur größter Flüssigkeitsspeicher für unseren Körper, als Sinnesorgan schützt sie uns zudem mit Schmerz-, Kälte-, Wärme- und Druckrezeptoren. Sie beinhaltet Schweiß und Talgdrüsen und ist mit ca. einem Meter an Gefäßen durchzogen. Die Haut ist unser Leben lang „gut“ zu uns. So sollten auch wir „gut“ zu ihr sein und sie im Alter besonders schützen.