Treppenlift auf HolztreppeIn Deutschland sind nur sehr wenige Wohnungen und Häuser völlig barrierefrei. Experten schätzen dass ca. 98 % des Wohnraums der Deutschen nicht barrierefrei ist. Mit einem Rollstuhl können Treppen zum unüberwindbaren Hindernis werden. Im öffentlichen Bereich besteht zudem oft das Problem, dass Zugänge zu Bahnhöfen, Ärzten oder öffentlichen Gebäuden noch nicht barrierefrei sind – für solche Bereiche bleibt dann häufig keine andere Wahl, als diese umständlich zu umfahren bzw. wenn vorher bekannt, gänzlich zu meiden. In den eigenen vier Wänden kann man dahingegen mit Rollstuhlrampen oder Rollstuhl-Treppenliften für Abhilfe sorgen.

Zur Überwindung von Treppenstufen ist die Installation eines Rollstuhlliftes eine einfach zu realisierende und schnell umsetzbare Lösung. Solche Lifte haben eine Plattform, die mit dem Rollstuhl befahren werden kann. Das Schienensystem des Liftes wird auf den Treppenstufen und an der Wand verschraubt und kann sowohl im Freien, als auch innerhalb von Gebäuden installiert werden. Plattformlifte sind in der Regel Maßanfertigungen, da das Schienensystem an dem die Plattform angebracht ist, genau für die Gegebenheiten der Treppe angepasst wird. Hierbei spielt vor Allem die Form der Treppe (kurvig oder gerade) und die Länge der Schiene sowie die Anzahl der Etagen welche miteinander verbunden werden sollen, eine Rolle. (Quelle: https://treppenlift-empfehlung.de/plattformlift/). 

Da die Kosten eines Rollstuhlliftes sehr hoch sind, sollte man sich auf jeden Fall vor dem Kauf über mögliche Zuschüsse informieren. Über die Krankenkasse können bei Vorliegen eines Pflegegrades pro Person bis zu 4.000,00 € Zuschuss für eine Umbaumaßnahme zur Barrierereduzierung beantragt werden. Auch die KFW-Bank bietet unter Umständen ein Programm für solche Umbaumaßnahmen an. Für einfache oder kurze Treppen kann eventuell auch eine Rampe verwendet werden. Rollstuhlrampen bieten je nach Beschaffenheit der Treppe eine gute Alternative zum Plattformlift.
Zahlreiche Shops wie der Rampenshop bieten solche Rampen an, die speziell für die Befahrung mit einem Rollstuhl geeignet sind. (Quelle: https://www.derrampenshop.de/rollstuhlrampen)

Unser Fazit: Plattformlifte und auch Rampenlösungen bieten zwei gute Möglichkeiten, Stufen mit einem Rollstuhl zu überwinden. Ein Plattformlift ist kostentechnisch wohl die teurere Variante und zudem muss dieses technische Hilfsmittel circa einmal jährlich gewartet werden. Die Rampenlösung ist dahingegen für einfache Treppenverläufe geeignet und wartungsarm oder wartungsfrei. Bei einer Rampe muss man die Steigung der zu überwindenden Treppe jedoch aus eigener Kraft mit dem Rollstuhl überwinden. Es kommt daher immer auf die persönlichen Anforderungen und Möglichkeiten und nicht zuletzt auf die Beschaffenheit der Treppe und der baulichen Gegebenheiten am Einbauort an, welche Möglichkeit besser geeignet ist.

(Bildrechte: Bild von Sabine van Erp auf Pixabay)

Hinweis zu redaktionellen Artikeln: Neben unseren eigenen Artikeln, die wir selbst verfassen, veröffentlichen wir auch redaktionelle Artikel im Auftrag von Unternehmen, sofern diese inhaltlich zu unseren Themen passen. Das können Pressemeldungen, aber auch Produktinformationen sein. Diese Artikel können Bild-/Videomaterial der Unternehmen enthalten und stellen Produkte oder Dienstleistungen werblich dar. Wir erhalten in der Regel hierfür eine einmalige Aufwandsentschädigung, da es sich um Werbung / Anzeigen handelt. Bei Fragen zu redaktionellen Artikeln freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.