Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) begrüßt, dass das Zweite Deutsche Fernsehen in dieser Woche mit seiner Doku-Fiction „Aufstand der Alten“ samt Begleitprogramm den demografischen Wandel und damit die Zukunft des Alters in Deutschland in den Mittelpunkt seines Programms rückt. „Dass der demografische Wandel oder die „Altenrepublik“ kommt, steht ja schon lange fest, leider haben aber Politik und Gesellschaft die sich daraus ergebenden Herausforderungen für die Zukunft zu spät angepackt“, so KDA-Geschäftsführer Klaus Großjohann.
Das KDA fragt schon seit seiner Gründung vor über 40 Jahren danach, wer den alten Menschen in der Gesellschaft solidarisch zur Seite steht und sucht nach Lösungen, wie in Zukunft trotz knapper finanzieller und personeller Ressourcen weiterhin ein hoher Standard für alte hilfebedürftige und pflegebedürftige Menschen erhalten werden kann. „Dass alle Generationen in Zukunft finanziell tiefer in die Tasche greifen müssen, um die Probleme zu lösen, ist eine unbequeme Wahrheit, die nicht gerne gehört wird“, konstatiert Klaus Großjohann und erklärt: „Auch die vom KDA initiierte Pflegeversicherung wurde und wird häufig nur unter der Tatsache gesehen, dass den Bürgerinnen und Bürgern Geld aus der Tasche gezogen werde, ohne rundum abgesichert zu sein. Sie war aber ein erster wichtiger Schritt dafür, dass das System „Pflege“ nicht ausblutet.“ Das KDA fordert daher alle Verantwortlichen dazu auf, bei der nachhaltigen Reform der Sozialsysteme der Bundesrepublik dafür Sorge zu tragen, dass nicht lediglich Minimalstandards garantiert werden.

Um die notwendigen Diskussionen und anstehenden Veränderungen rund um den demografischen Wandel effektiv zu gestalten und keine tiefen Gräben zwischen den Generationen aufbrechen zu lassen, warnt das KDA davor, anstehende Probleme durch diskriminierende Äußerungen gegenüber dem Alter und alten Menschen zu verschärfen. „Menschen in öffentlichkeitswirksamen Positionen – und hier vor allem auch in den Medien -, die heute abfällig über die „Altenschwemme“ und eine triste Zukunft reden, vergessen allzu leicht, dass sie eigentlich abschätzig über ihre eigene Zukunft reden“, so der KDA-Geschäftsführer.

[Quelle: Kuratorium Deutsche Altershilfe, Januar 2007]