Deutschland wird immer älter. Die Zahl der Senioren ab 60 nimmt rasant zu. Bereits eine Vielzahl von Supermärkten, Behörden und öffentlichen Einrichtungen nehmen diese Entwicklung zum Anlass, um mehr auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer alternden Zielgruppe einzugehen und in eine seniorengerechte Ausstattung zu investieren. Eine gute Investition – sollte man meinen. Doch das sehen nicht alle so. Eine bekannte Supermarktkette rät jetzt: Keine „Extrawurst“ für Senioren!

Auf eine Anfrage der Initiative Seniorensiegel Deutschland antwortet die Geschäftsleitung:

Zitat: „Auf der einen Seite ist es zwar wichtig das Kunden, in dem Fall Senioren, beim Einkauf keine Barrieren erleben und das es geeignete Hilfsmittel gibt. Auf der anderen Seite wollen viele Senioren als solche gar nicht angesprochen werden. Sie wollen so lange es geht selbstbestimmt sein und so normal wie möglich leben, genau ohne an jeder Stelle auf das Seniorendasein aufmerksam gemacht zu werden. Am liebsten sind sie unter Menschen und auch da wo junge Menschen sind.“

Im Klartext: Alles gut so wie es ist. Senioren möchten gar nicht als solche wahrgenommen werden. Folglich sind auch keine teuren Umbauten oder Anschaffungen nötig. Die Realität jedoch sieht anders aus. Die Umfrage „Supermarkt – alles super?“ der Verbraucherzentralen und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) mit über 3.000 Teilnehmern der Generation 60 + kam bereits im Jahr 2007 zu dem eindeutigen Ergebnis, dass das Einkaufen im Supermarkt dringend seniorenfreundlicher werden muss.

[Quelle: www.seniorensiegel.de]