Beiträge mit Tag ‘Arbeit’

BDH lehnt Rente mit 70 ab

Geschrieben von Redaktion am in Allgemein

Der Vorstoß der EU-Kommission, das Renteneintrittsalter schrittweise auf 70 Jahre anzuheben, sorgt bei Vertretern des BDH Bundesverbandes Rehabilitation für Unverständnis. Ilse Müller, Bundesvorsitzende des BDH Bundesverbandes Rehabilitation, ruft die Politik auf, die Lebenswirklichkeit älterer Menschen im Auge zu behalten:

„Wir erleben in unserem Alltag, dass es nahezu unmöglich ist, Menschen in der physisch und psychisch belastenden Arbeitswelt immer längere Zeiträume verweilen zu lassen. Erfahrungsgemäß nehmen die Belastungen vor allem ab dem 50. Lebensjahr zu. Wir müssen darauf bedacht sein, älteren Arbeitnehmern im Erwerbsalltag mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und Wahlalternativen entgegenzukommen. Ältere Arbeitnehmer bringen schließlich unverzichtbare Erfahrungswerte und strategisches Know-How mit, das aus der Sicht der Wirtschaft von unschätzbarem Wert ist. Angesichts der angespannten Situation am Arbeitsmarkt und der hohen Arbeitslosigkeit unter älteren Erwerbsfähigen empfinde ich den Vorstoß der EU-Kommission als unzumutbare Phantomdebatte.“

Der BDH rät dazu, den Sozialstaat am Prozess zunehmender Alterung auszurichten und sieht in Bildungsinitiativen und erfolgreicher Arbeitsmarktpolitik den Schlüssel zur Generationengerechtigkeit.

„Die Politik ist gut beraten, dem demografischen Wandel mit offensiven und zukunftsweisenden Instrumenten zu begegnen. Gut ausgebildete Fachkräfte und ein generell hoher Bildungsgrad werden struktureller Arbeitslosigkeit in der Zukunft entgegenwirken und die Sozialkassen entscheidend entlasten. Zudem raten wir dazu, eine Zuwanderungsdebatte zu führen, die zum Ziel hat, gut ausgebildete Fachkräfte an den deutschen Wirtschaftsstandort zu binden. Wir verfolgen damit das grundsätzliche Leitbild, auf der Basis eines modernen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandorts die Mittel zu erwirtschaften, die notwendig sind, um älteren Menschen einen seniorengerechten Lebensabend im Anschluss an die Phase des Erwerbslebens zu ermöglichen. Es ist in meinen Augen unsäglich, die Kosten des gesellschaftlichen Wandels verstärkt auf ältere Menschen abzuwälzen“, so Ilse Müller.

[Quelle: BDH Bundesverband Rehabilitation]

Azubi 50 plus – Banker suchen ältere Mitarbeiter

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Wie die Berliner Morgenpost schreibt, hat die Direktbank ING-DiBa erkannt, dass ältere Arbeitnehmer durchaus wertvoll sind und ihren Erfahrungsschatz auch sinnvoll in ihre Arbeit einbringen können. Die Bank bildet seit 2008 Servicefachkräfte in einer 9-monatigen Weiterbildung für ihr Callcenter aus und hat insgesamt einen Mitarbeiteranteil der über 50-jährigen von 15%.

Jobportal für 50 plus

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Für erfahrene Arbeitnehmer der Generation 50 plus gibt es nun ein Online-Jobportal, auf dem sie Ihren künftigen Arbeitgebern auf Augenhöhe begegnen können. Neustart 50Plus ist ebenso eine Plattform für Unternehmen, die auf der Suche nach erfahrenen Mitarbeitern sind, als auch für Headhunter oder ältere Arbeitnehmer selbst. Ein guter Ansatz, um dem demografischen Wandel im Berufsleben auch im Internet gerecht zu werden.

Generation 50 Plus arbeitet motivierter

Geschrieben von Redaktion am in Allgemein

Wie das Instituts der deutschen Wirtschaft in einer repräsentativen Umfrage ermittel hat, geht jeder zweite über 50-jährige motivierter zur Arbeit als jüngere Arbeitnehmer. In dieser Generation gilt anscheinend noch der Anspruch, durch eigenen Einsatz etwas im Leben zu erreichen. Zudem fand man heraus, dass die Treue zum Unternehmen mit steigendem Alter zunimmt. Auch hier liegen die Werte deutlich über denen der z.B. unter 30-jährigen.

Quelle: Welt.de

Perspektive 50plus scheint erfolgreich zu sein

Geschrieben von Redaktion am in Allgemein

Wie das Hamburger Abendblatt am 5. Juni schreibt, konnte über die Aktivitäten der Hamburger Arbeitsmarktinitiative „mitnmang“ bereits 250 Langzeitarbeitslosen der Generation 50plus wieder ein Job vermittelt werden. Anscheinend trägt die Bundesinitiative „Perspektive 50plus“ wirklich erste Früchte, denn es konnten bundesweit wohl schon über 12.000 Stellen an ältere Langzeitarbeitslose vermittel werden. 12.000 Jobs bei knapp 5 Mio Arbeitslosen sind zwar nicht viel. Aber es ist ein Anfang und zeigt dem Bund hoffentlich, dass auf dieser Basis weitergearbeitet werden muss.

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